Medizinstudierende in Frankfurt erhalten 300 Euro PJ-Aufwandentschädigung – dafür wird der Studientag gestrichen

Das Dekanat schreibt den Frankfurter Lehrkrankenhäusern eine PJ-Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 Euro vor und streicht den Studientag. Diese Entscheidung ist Ende Januar auf einem Treffen der Akademischen Lehrkrankenhäuser, zu dem das  Dekanat auch Studierendenvertreter eingeladen hatte, getroffen worden, wie die Fachschaft Medizin in einer Pressemitteilung mitteilt.

Die Studierenden hatten sich mehr erhofft, vor allem nachdem sie lange für eine angemessene Aufwandsentschädigung im PJ und den Erhalt des Studientages gekämpft hatten.

„Der Studientag ist fest in unserer Studienordnung verankert und essenziell als Selbstlernzeit, da das Praktische Jahr noch Teil des Studiums ist“, sagte Lars Dutschke, Mitglied im Fachschaftsrat und im MB Hessen.

Zum Vergleich: Die Medizinstudenten in Marburg haben einen Studientag pro Woche und seit Jahren gibt es dort eine Aufwandsentschädigung im PJ.

Zudem räumt die Approbationsordnung es den Krankenhäusern selbst ein über die PJ-Aufwandsentschädigung bis zu 597 Euro zu entscheiden, eine Festlegung durch das Dekanat sei nicht vorgesehen. Und dass die Uni Frankfurt sechs Jahre nachdem die meisten Unikliniken die Aufwandsentschädigung eingeführt haben, mit 300 Euro immer noch unter dem Bundesdurchschnitt liegen, zeuge nicht von Wertschätzung den Studierenden gegenüber, heißt es in der Pressemitteilung.

Weitere Informationen auf der Seite der Fachschaft Medizin >>>

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