Marburger Bund fordert mehr Studienplätze und bessere Auswahlverfahren

Am Donnerstag und Freitag (14./15.6) tagt die Kultusministerkonferenz (KMK) in Erfurt. Die KMK-AG "Staatsvertrag Hochschulzulassung" ist beauftragt, in dieser Sitzung die Eckpunkte für ein neues Zulassungsverfahren zum Medizinstudium vorzustellen, um die vom Bundesverfassungsgericht gesetzte Frist einzuhalten. Das Bundesverfassungsgericht hatte in seinem Urteil zur Studienplatzvergabe im Fach Humanmedizin darauf hingewiesen, dass gerade die Tätigkeit als Arzt Anforderungen stelle, die nicht allein über allgemein intellektuelle Fähigkeiten abgebildet werden könnten.

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Medizinstudierende im PJ: Lückenbüßer und billige Hilfskräfte

Die Ausbildung von Medizinstudierenden im Praktischen Jahr krankt an mangelnder Betreuung und Anleitung. Vielfach wird den angehenden Ärztinnen und Ärzten die Rolle des Lückenbüßers zugedacht, der überall dort zur Stelle ist, wo im Krankenhaus Personal gebraucht wird. Dies geht aus einer Umfrage des Marburger Bundes hervor, der im März und April dieses Jahres rund 1.300 Mitglieder befragt hat, die sich noch im PJ befinden oder ihr PJ gerade absolviert haben.

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Marburger Bund ist stärkste Liste in der Landesärztekammer

Der Marburger Bund Hessen hat bei der Kammerwahl ein sehr gutes Ergebnis erzielt und ist mit Abstand die stärkste Liste mit 24 Sitzen in der Delegiertenversammlung (2013: 21 Sitze) der Landesärztekammer Hessen. „Das Engagement unserer Mitglieder bei der Kammerwahl hat sich gelohnt. Ich möchte mich bei allen bedanken, die an diesem Wahlerfolg mitgewirkt haben", sagt Spitzenkandidatin Dr. Susanne Johna.

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"IVENA Meldungen müssen in ärztlicher Hand bleiben"

Ein prinzipiell gutes System, dessen Handhabung in der Praxis aber optimiert werden könnte. Dieses Fazit zieht der Marburger Bund Hessen aus einer Umfrage zum Interdisziplinären Versorgungsnachweis (IVENA). In einer nicht-repräsentativen Befragung hatte der Verband der angestellten Ärztinnen und Ärzte seine Mitglieder um Ihre Erfahrungen mit dem in den vergangenen Jahren flächendeckend in Hessen eingeführten Online-System für die Zuweisung von Notfallpatienten an Krankenhäuser mit freien Kapazitäten gebeten.

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Tarifabschluss: Mehr Gehalt für Ärztinnen und Ärzte an Unikliniken

Der Marburger Bund Hessen hat sich mit dem Land Hessen, der Rhön-Klinikum AG und der Universität Frankfurt nach intensiven Verhandlungen auf einen Tarifabschluss geeinigt. Die rund 2.200 Ärztinnen/Ärzte und Zahnärztinnen/Zahnärzte an den hessischen Unikliniken  erhalten in drei Schritten 5,3 Prozent mehr Gehalt. Nach einer Einmalzahlung für die Monate Juli bis Dezember 2017, steigen die Entgelte am 1. Januar 2018 um 2,3 Prozent, ab dem 1. Juni 2018 um 2 Prozent und zum 1. Januar 2019 um 1 Prozent.

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