Schlag ins Gesicht der Ärztinnen und Ärzte in den Notaufnahmen der Kliniken

Die Delegiertenversammlung der LÄKH hat gegen die Stimmen des Marburger Bundes beschlossen den Beschlussvorschlag zur Verabschiedung einer Zusatzweiterbildung Akut- und Notfallmedizin im Krankenhaus von der Tagesordnung zu nehmen.

Nachdem sich auf Antrag der Vertreter des MB, der Weiterbildungsausschuss seit mehr als 2 Jahren mit der Einführung einer Zusatzweiterbildung klinische Akut- und Notfallmedizin, bzw. Akut-und Notfallmedizin im Krankenhaus beschäftigt hat, hat die Delegiertenversammlung der LÄKH einen Antrag des Präsidiums die Zusatzbezeichnung zu beschließen, mit einem Mehrheitsbescheid erneut von der Tagesordnung genommen.

Die inhaltlichen Argumente der MB Delegierten, die stichhaltig belegt haben aus welchem Grund es in der klinischen Versorgung  wichtig ist, die Zusatzbezeichnung, die es auch schon in Berlin gibt, in Hessen einzuführen, wurden nicht gewürdigt. Es sei sinnvoll, das Thema erneut auf die November DV zu vertagen, da das Thema Weiterbildung auch auf dem Deutschen Ärztetag auf der Tagesordnung stünde, wurde von fachärztlichen Vertretern argumentiert.

Eine persönliche Erklärung der MB Vorsitzenden Dr. Susanne Johna, die die Bedeutung der ärztlichen Selbstverwaltung und die Aufgaben eines jeden Delegierten betonte sich ernsthaft inhaltlich mit dem Thema auseinanderzusetzen, führte zwar zu einer zweiten Lesung des Antrags auf Rücknahme von der Tagesordnung. Auf Grund der Mehrheitsverhältnisse – die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte dominieren nicht nur bei den Hausärzten, sondern auch die Fachärzte und die Delegierten der Ärztinnen sind beinahe ausschließlich durch niedergelassene Ärzte vertreten – wurde erneut eine Rücknahme von der Tagesordnung beschlossen.

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